Ganz im Sinne der Partizipation hat es sich eine Gruppe in den Ferien zur Aufgabe gemacht, die Garage an der Freizeitfläche wieder aufzuwerten. Dank der Unterstützung durch WABE und das Bundesprogramm Demokratie leben wurde gemeinsam überlegt, geübt und gestaltet. Demokratisch über die Motive entschieden und umgesetzt. Jetzt ist es endlich wieder schön! Am vergangenen Sonntag beim Rollen noch ein Thema und heute fertig
Und dann haben wir es uns im Ferienprogramm natürlich auch noch so richtig gemütlich gemacht, denn der Herbst ist da, wir machen es uns IMMER gemütlich.
Im Ferienprogramm wurden Kürbisse ausgehöhlt, Kübiswaffeln gebacken und dann noch für die eigene Deko für die ruhige Vorlesezeit in unserem Leseclub genutzt. Danke Tom Dierkes für die Kürbisspende, den Kindern für die tollen Ideen und dem Ferien-Team, das gerade dann, wenn viele frei machen und die eigenen Kinder zu Hause sind, ganz selbstverständlich mit Leidenschaft im Sprotte und familienhORT dabei ist 😊💪🏻
Der Arbeitskreis „Umwelt und Ernährung“ des Sprotte e.V. lädt zur interaktiven Buchvorstellung ein
Der Ökologe und Autor Ernst P. Dörfler wird am 27. Oktober 2022 im Sprotte Begegnungszentrum sein Buch „Aufs Land – Wege aus Klimakrise, Monokultur und Konsumzwang“ vorstellen und mit den Teilnehmenden dazu ins Gespräch kommen.
Er ermutigt dazu, sich von Stress und Konsumzwang zu befreien, zeigt Möglichkeiten auf, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schonen und gesünder und zufriedener zu leben. Er teilt seine Erfahrung, was freies und selbst bestimmtes Leben bedeutet und wie es gehen kann.
Der Sprotte e.V. lädt alle Interessierten ganz herzlich ein, dabei zu sein und sich einzubringen. Die Veranstaltung beginnt am 27.10.2022 um 17:30 Uhr im Sprotte-Begegnungszentrum, Lehmwandlungsweg 36-40 in Nienburg. Im Anschluss gibt es einen kleinen Imbiss und die Gelegenheit zum Austausch.
Weitere Informationen und Anmeldung unter info@das-sprotte.de oder 05021-9929999.
Die Veranstaltung wird unterstützt durch die Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen.
Am Sonntag, 4. September feiern wir ab 14 Uhr endlich wieder unser legendäres Stadtteilfest. Das Orquestra Batucada wird da sein, die Square Dancer… es gibt Entenangeln und natürlich Bratwurst vom Grill, Kinderspaß und Kaffee & Kuchen. Ach… es wird sein wie immer! Stadtteilfest. Wir freuen uns auf Euch!
Kooperationsveranstaltung lockte viele Ausstellende und Schaulustige in die Alpheide
BU: Richtig viel Leben erfüllte während des Flohmarkts den Schulhof der Alpheideschule (Foto: Sprotte e.V.)
NIENBURG. Aus allen Himmelsrichtungen kamen Ausstellende und Gäste am vergangenen Freitag zum Flohmarkt „Rund ums Kind“ in die Alpheide. Bei toller Flohmarktatmosphäre mit viel guter Laune und herrlichstem Sommerwetter wechselten gut erhalten Kinderbekleidung, Fahrzeuge, Spiele und auch ein paar Kuriositäten an den 31 Ständen die Besitzer. Gegen eine Kuchenspende als Standmiete waren nach Bekanntwerden der Veranstaltung die Plätze in Windeseile vergeben gewesen.
Der Näh – Treff aus dem Mehrgenerationenhaus familienhORT peppte den Nachmittag mit einer kleinen Modenschau auf. Die nähbegeisterten Kinder und Jugendlichen präsentierten unter Leitung von Marion Burmeister ihre selbst genähten Schätze und wurden dabei mit begeisterten Applaus unterstützt.
230 Euro, der Erlös aus dem Kaffee- und Kuchen- Verkauf, kommen nun dem Freundeskreis der Kita „Unterm Regenbogen“ und dem Förderverein der Alpheideschule zu Gute, um kleine Extrawünsche zu erfüllen. Zusätzlich hatte REWE Markt Christian Meyer den Flohmarkt großzügig mit Obst und Kaffee unterstützt. Und in einem zusätzlich aufgestellten Spendenschwein kamen weitere 70 Euro zu Gunsten der Welthungerhilfe noch obendrauf.
„ Das war eine tolle Kooperationsaktion!“ Freut sich familienhORT- Chefin Angelika Guss gemeinsam mit den Eltern und Aktiven der Fördervereine. „Nach so langer Zeit!“ Pandemiebedingt war es lange nicht möglich, gemeinsame Aktionen durchzuführen und dabei auch für die wichtige Unterstützung durch Eltern und Fördervereine zu werben.
Martin Guse von der Liebenauer Pulverfabrik zu Gast im familienhORT
Wir saßen in kleiner Runde in unserer Bücherei. Von der Liebenauer Pulverfabrik hatten wir alle schon gehört. Martin Guse erzählte uns von Zwangsarbeitern und Flüchtlingen, die unter schrecklichen Bedingungen lebten und sehr harte Arbeiten tun mussten.
Wie die Menschen dort behandelt wurden und unter welchen Bedingungen sie arbeiten mussten war sehr grausam. In den Resten der Pulverfabrik hat man über 16000 Karteikarten von den Menschen gefunden, die dort registriert waren.
Martin Guse berichtete von einem Zwangsarbeiter, der aus der Ukraine stammte. Er war damals 16 Jahre alt, wurde geprügelt und bestraft. Zum Glück konnte er fliehen. Wir hören erschrocken zu, was Martin Guse berichtet. Er erzählt über viele schlimme Ereignisse in der Pulverfabrik, aber auch darüber, dass nach dem Krieg Freundschaften entstanden sind.
Kolja, Theo, Felix und Carl konnten Fragen stellen. Wie lang ist die Pulverfabrik ? Wieso wurde sie in den Wald gebaut?
Wir bedankten uns bei Herrn Guse und übergaben ihm die Spende von 600 €. Er erzählte, dass davon Karl P. einem 96 Jahre alten Mann in der Ukraine Medikamente, Hilfsmittel und Lebensmittel gekauft werden können.
Herr Guse sprach uns eine Einladung für eine Führung aus.
Für die interessierte Öffentlichkeit sowie für Schulklassen und Jugendgruppen werden verschiedene Bildungsangebote gemacht: Lesungen, Vorträge, Filme.
Geflügelzuchtverein und familienhORT pflegen seit 10 Jahren ihre Hühnerliebe
NIENBURG. Am frühen Sonntagvormittag fand sich rund um den Hühnerstall am familienhORT in der Alpheide eine bunt gemischte Schar aus großen und kleinen Hühner-Freundinnen und -Freunden ein, um bei der Ankunft der neuen Küken dabei zu sein und die kleinen Federbällchen höchst persönlich zu begrüßen.
Marco Sieling, Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins Nienburg brachte die Glucke mit fünf Küken, die erst am Dienstag geschlüpft waren, in ihr neues Zuhause.
Unter den staunenden Augen der anwesenden Kinder und Erwachsenen eroberten sich die Neuankömmlinge eine passende Ecke im Gehege und wurden neugierig von den anderen Hennen beäugt.
„Hoffentlich zanken sie sich nicht?“
sorgte sich familienhORT- Leiterin Angelika Guss, die schon häufiger dabei war, wenn neue Hühner zur Gruppe dazugesetzt wurden, denn das beliebte Hühnerprojekt feierte in diesem Frühjahr bereits sein 10-jähriges Jubiläum.
Sie sind die neue Attraktion im Hühnerstall des Mehrgenerationenhauses in der Alpheide- eine Glucke mit ihren fünf Küken. (Foto: Sprotte e.V.)
Damals hatte der Geflügelzuchtverein dem Kooperationsprojekt aus Sprotte e.V. und Alpheideschule die ersten Küken samt Brutmaschine und Kükenstall zur Verfügung gestellt, um den Kindern an der Alpheideschule und den Menschen aus dem Quartier Kontakt zu Hühnern zu ermöglichen. Mit Bedacht hatten die erfahrenen Geflügelfreunde Zwerg-Welsumer ausgewählt- eine robuste Zwerghuhn-Rasse, der man ein Dasein als Schulhühner zutraute. „Nicht alle Hühner sind so robust wie die bunten Zwerg Welsumer, aber wie man sieht, lebt sogar noch eine Henne aus dem ersten Gelege!“ freut sich Marco Sieling bei seinem Besuch.
Im großen Schul- und Gemeinschaftsgarten hatten die Alpheide-Hühner für einige Jahre ihr Zuhause, bis die Schule aus dem schönen Projekt ausgestiegen ist und der Garten samt Schulhühnern umziehen musste und als „Garten der Generationen“ am Mehrgenerationenhaus familienhORT einen neuen Platz fand.
Seitdem sind die Hühner ein nicht mehr wegzudenkendes Highlight und viele Menschen kommen aus dem Viertel, aus der benachbarten Kita und aus dem „Haus Alpheide“, um die Hühner zu besuchen.
„Die Hühner sind ein sehr belebendes Element hier bei uns im Garten“, weiß Angelika Guss zu berichten. Eltern mit Kindern kommen ebenso gern, wie Ältere, die sich oft noch an eigene Hühner in ihrer Kindheit erinnern können. Das Team des Mehrgenerationenhauses, eine Gruppe Ehrenamtlicher, die sich passender Weise „Die Versorger“ nennt und viele Kinder kümmern sich seit 10 Jahren um das beliebte Federvieh, decken Wochenenden und Ferienzeiten ab, damit es den Hühnern an nichts mangelt.
Im letzten Herbst mussten die Hühner dann erneut an einen neuen Platz umziehen, weil sie beim Bau des neuen ZidA-Gebäudes im Weg waren. Die Idee, während der Bauphase die Hühner abzuschaffen, fand bei den Hühnerfreundinnen -und Freunden keinen Anklang und so wurde aus dem ehemaligen Unterstand am familienhORT der neue Hühnerstall. „Eine gute Lösung!“ findet Barbara Weissenborn, denn nun sind die Hühner ziemlich weit vorne auf dem Grundstück und lassen sich gut beobachten.
Die gelungene Kooperation mit dem Geflügelzuchtverein hat Höhen und Tiefen standgehalten und Marco Sieling musste nicht lange gebeten werden, als der Wunsch nach neuen Küken an ihn herangetragen wurde.
Am vergangenen Dienstag sind die fünf Küken geschlüpft und Sonntag gemeinsam mit ihrer Glucke in die Alpheide umgezogen. Die gemischte Scharr besteht aus einem Zwerg-Welsumer-, drei Zwerg-Vorwerkhühnern und einer Überraschung!
„Ich weiß noch nicht, was das für ein Huhn wird“, muss Marco Sieling zugeben, der an diesem Vormittag ansonsten alle Fragen rund um die Hühner kompetent beantworten kann. Eines der Küken ist knallgelb. Ungewöhnlich für beide Hühnerrassen. „Wir sind also gespannt, was daraus wird!“
Barbara Weissenborn und Astrid Kraum vom Sprotte e.V., der Träger des familienhORTs ist, erinnern sich, dass auch im ersten Gelege vor 10 Jahren ein ungewöhnliches Küken war- rabenschwarz stach es damals aus der Gruppe der braungestreiften Geschwister heraus. „Am Ende ist daraus eine wunderschöne blauschwarze Zwerg-Welsumer Henne geworden, die wir auch heute noch haben“. Inzwischen ist Henne „Kamikaze“ eine richtige Hühner-Oma und bei den Kindern sehr beliebt, weil man sie auch anfassen und streicheln kann.
Jetzt hoffen die Hühner-Freundinnen und -Freunde gemeinsam, dass auch aus den Jubiläumsküken uralte Hühner werden. „Das ist doch das schönste Dankeschön für die Pflege, das man bekommen kann!“ Ist man sich einig. Die weiße Glucke darf auch bleiben. Sie ist ein Geschenk des Geflügelzuchtvereins. „ Wenn alles gut geht, haben wir dann wieder eine ordentliche Hühnerschar und ab Herbst auch wieder Eier“, hofft Weissenborn, denn die Hennen sind alle schon älter und legen kaum noch.
Bild: Vorsichtig werden die winzigen Küken in das Gehege gesetzt (Foto: Sprotte e.V.)
Die Hühner am familienhORT sind durchgehend zu besuchen. Wer gerne füttern möchte, muss sich zu den Öffnungszeiten im familienhORT montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr melden oder am Wochenende sein Glück versuchen.
Der Mai geht so langsam zu Ende und es wird Zeit für das letzte Programm des ersten Halbjahres. Auf den Angebotsseiten kann man sich die Flyer schon herunterladen, ab Dienstag gibt es dann auch gedruckte Exemplare im Sprotte und im familienhORT zum mitnehmen. Viel Spaß bei den tollen Angeboten und herzlichen Dank vor allem an unsere fleißigen Ehrenamtlichen, die in jedem Monat gemeinsam mit den Mitarbeitenden dafür sorgen, dass hier und dort jede Menge los ist!