Nach fast zehn Jahren an der Spitze des Sprotte e.V. hat Tamara Ritter die Geschäftsführung des Vereins übergeben. Künftig liegt die Leitung in den Händen von Lara Niemeyer, die bereits seit drei Jahren als Mitarbeiterin im Team des Vereins tätig ist. Der Wechsel steht für Kontinuität ebenso wie für einen bewussten Aufbruch.
Lara Niemeyer hat in den vergangenen Jahren insbesondere den Bau und die Startphase des neuen Zuhauses in der Alpheide ng (ZidA) – maßgeblich begleitet. Mit der Übernahme der Geschäftsführung verantwortet sie nun beide Standorte des Vereins: das Begegnungszentrum in der Lehmwandlung sowie das ZidA in der Alpheide. Gemeinsam mit den Teams möchte sie den erfolgreichen Weg guter Gemeinwesenarbeit fortsetzen und weiterentwickeln.
„Mich hat vor allem die Überzeugung motiviert, dass beim Sprotte e.V. seit mehr als 20 Jahren sehr gute und wichtige Arbeit geleistet wird“, so Lara Niemeyer. „Ich identifiziere mich sehr mit den Zielen und der Haltung des Vereins, der unter dem Motto Gemeinsam mehr erreichen arbeitet. Gemeinschaft und Solidarität sind für mich die Grundlage nachhaltiger Arbeit – in den Quartieren und darüber hinaus in unserer Gesellschaft.“
Der Sprotte e.V. ist aus bürgerschaftlichem Engagement entstanden und steht bis heute auf einem starken ehrenamtlichen Fundament. „Viele engagierte Menschen haben den Verein mit Fachlichkeit, Haltung und Herz geprägt und weiterentwickelt. Dieses Engagement ist äußerst wertvoll und soll auch künftig die Grundlage unserer Arbeit bleiben“, betont Niemeyer. Für sie ist der Verein zugleich Chancengeber: für die Menschen in den Quartieren ebenso wie als verantwortungsvoller Arbeitgeber.
Wichtige Erfahrungen für ihre neue Aufgabe bringt Lara Niemeyer aus der Bau- und Startphase des ZidA mit. „Das ZidA hat gezeigt, wie viel möglich ist, wenn Menschen frühzeitig beteiligt werden und ein Ort gemeinsam mit der Nachbarschaft wächst. Begegnung entsteht nicht von allein – sie muss aktiv ermöglicht und gestaltet werden. Diese Erfahrung nehme ich für beide Häuser mit.“
Begegnungszentren sieht die neue Geschäftsführerin heute zugleich vor großen Herausforderungen und großen Chancen. „Unsere Häuser sind niedrigschwellige Orte, die allen offenstehen. Sie schaffen Vertrauen, Zugehörigkeit und soziale Sicherheit und wirken präventiv gegen Einsamkeit, Ausgrenzung und gesellschaftliche Spaltung. Gerade in Zeiten zunehmender Fragmentierung braucht es Räume, die Dialog, Verständnis und Teilhabe fördern.“ Ein besonderer Stellenwert komme dabei der aktiven Mitgestaltung durch die Menschen vor Ort zu – ein Ansatz, der sich insbesondere im ZidA bewährt habe.

In den kommenden ein bis zwei Jahren möchte Lara Niemeyer diesen Weg konsequent fortsetzen. „Mir ist wichtig, dass unsere Häuser Orte bleiben, an denen Menschen unterschiedlichster Hintergründe selbstverständlich zusammenkommen können – ohne Anmeldung, ohne Hemmschwellen. Teilhabe beginnt dort, wo Menschen sich willkommen fühlen.“ Der Fokus liege weiterhin auf Beteiligung statt reiner Angebotsstruktur: Begegnungszentren sollen als selbstverständlicher Treffpunkt im Alltag wahrgenommen werden.
Auch in der Zusammenarbeit mit den Teams setzt die neue Geschäftsführerin klare Akzente: „Gute Arbeit entsteht dort, wo Menschen gesehen, gehört und ernst genommen werden. Das gilt für unsere tägliche Arbeit in den Quartieren genauso wie für die Zusammenarbeit im Team.“
Tamara Ritter, die den Verein in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt und wichtige Entwicklungsprozesse angestoßen hat, bleibt dem Sprotte e.V. weiterhin erhalten. Sie wird den Verein künftig als Vorsitzende unterstützen. Unter ihrer Leitung hat sich der Sprotte e.V. als fester Bestandteil der Nienburger Gemeinwesenarbeit etabliert und mit dem Aufbau des ZidA einen bedeutenden Meilenstein erreicht.
Mit dem Führungswechsel verbindet der Verein die Erwartung, Bewährtes fortzuführen und zugleich neue Impulse zu setzen – immer mit dem Ziel, Begegnung zu ermöglichen, Nachbarschaft zu stärken und Teilhabe zu fördern.





















